Unsere eigene Proklamation

Unsere eigene Proklamation

 

Nachdem es für uns alle hieß früh raus aus den Federn um die letzten Vorbereitungen zu treffen, und ich am Morgen mit den Männern der Gesellschaft für die Dekoration in der Arnoldusklause gesorgt hatte, hieß es am Mittag etwas essen.

Doch da die Aufregung von Minute zu Minute größer wurde, hatte keiner von uns so richtigen Appetit. Im Anschluß an das Essen wurde sich soweit fertig gemacht.

So gegen 17.30Uhr kamen unsere Adjudanten Peter und Waltraud Bartholomy sowie Karina Schmitz. Gemeinsam tranken wir dann noch eine Tasse Kaffe bevor es dann hieß anziehen. Wir zogen uns unsere Ornate an und wurden mit einem VW-Bus zur Arnoldusklause gefahren. Hier warteten bereits die ersten Vorstandsmitglieder mit unserem Präsidenten Hans-Werner Gasper an der Spitze auf uns.

Wir warteten gemeinsam mit unseren Adjudanten im eigens für uns reservierten „Blauen Salon“ auf unseren Einzug.

Das Vereinsmitglied Ferdi Geuer hatte sich freundlicher Weise bereit erklärt unsere privaten Gäste zu ihren Plätzen zu führen.

Die Zeit des Wartens zog sich lang und unsere Aufregung stieg. Doch dann hieß es von unserem Geschäftsführer Aufstellung. Die Musik spielte und wir zogen mit dem Musikzug und unseren Weißröcken unter großem Beifall in den Saal ein. Als wir die ersten Schritte in den Saal taten, war die Aufregung verflogen. Es war ein bewegendes Gefühl als man das tosende Publikum sah und an den Spalier stehenden Weißjacken vorbei in den Saal einzog. Nachdem wir auf der Bühne angelangt waren, stellte uns Hans-Werner Gasper den Gästen in der Arnoldusklause einzeln vor.

Das Eis war gebrochen.

Daraufhin bat er den Bezirksausschussvorsitzenden Hermann-Josef Geuenich zwecks Inthronisierung auf die Bühne. Mit Musik wurde er auf die Bühne gespielt. Dort angekommen, übernahm er Mikrofon und proklamierte uns drei. Hierbei hatte er wie jedes Jahr ein kleines Gedicht zur Hand, welches er vortrug. Jedoch hatte er auch etwas persönliches zu jedem von uns zu sagen.

So zum Beispiel, das er mich wenige Tage zuvor im Rathaus bei der Vorstellung des Prinzenpaares getroffen und einige Worte mit mir gewechselt hatte. Hier fragte er wie weit wir mit den Vorbereitungen wären und ob wir bzw. ich schon aufgeregt sei. Ich antwortete ihm zu diesem Zeitpunkt wäre ich noch nicht aufgeregt und die Vorbereitungen wären soweit man sie bis dahin treffen könne, alle getätigt. Lediglich auf die Beteiligung der Arnolsweiler Bevölkerung wären wir etwas gespannt doch darauf könnten wir keinen Einfluß nehmen, genauso wenig wie auf das Wetter während der „tollen Tage“. Unter dem Applaus des ,zahlreich erschienenen Publikums, sagte er zum Ende seiner Rede „Ich glaube jetzt ist er etwas aufgeregt!“ Womit er nicht ganz unrecht hatte.

Daraufhin überreichte er uns die Närrischen Insignien und wünschte uns viel Spaß und gutes Gelingen in der kommenden Session.

Bei der Gratulation küsste er, wie die Bäuerin anmerkte, zum erstenmal einen „Bauern“. Hermann-Josef griff sich noch einmal das Mikro und sagte zum Publikum „jez han ich et erstemol ene Boor gebütz“. Dieses entgegnete daraufhin mit Gelächter.

Nun ergriff Hans-Werner Gasper wieder das Mikrofon und erzählte dem Puplikum eine weitere Anekdote aus der Vorbereitung. Da es auch für die Gesellschaft etwas neues war ein Dreigestirn zu proklamieren, hatte der Präsident sich im Vorfeld bei uns erkundigt wer was  auf der Bühne erhalten würde.

Nachdem er dieses kundgetan hatte überreichte er mir das Mikrofon und nun richtete ich als Narrenoberhaupt die ersten Worte an mein närrisches Volk. Nachdem ich meine Rede beendet hatte dankte dieses mir es einem nicht mehr enden wollenden Applaus. Nun bat ich die Weißjacken unserer Gesellschaft ebenfalls auf die Bühne, um ihnen ebenso wie den Weißröcken meinen Prinzenorden überreichen zu können. Neben den Orden erhielten diese von der Jungfrau einen Sticker und die Frauen von der Bäuerin eine langstielige Rose. Ich reicht das Mikro nun wieder unserem Präsidenten.

Dieser bedankte sich für die Rede und gab die Bühne zur Gratulationschor der Ortsvereine frei.

Nun nahmen die Vereine diese Gelegenheit war und es folgte eine wahre Flut von Gratulanten.

Unter diesen waren:

Der Fußballverein, die Schützenbruderschaft, das Offizierscorps der Schützenbruderschaft, der Jungesellenverein, der Männergesangverein, die SPD, die CDU, der Tennisclub, der Kaninchenzuchtverein, der Motocrossclub, der Haie Fan-Club „Die Rurtal-Haie, der FC Fan-Club, Martinskomitee und viele mehr.

Nach Abschluß der Gratulationschor spielte uns der Musikzug auf Plätze inmitten des Publikums. Auf unseren Plätzen angelangt spielte der Musikzug uns zu ehren und zur Erheiterung der anwesenden Gäste.

Jetzt kamen unsere privaten Gäste, die Mitglieder der Gesellschaft und die Bevölkerung zum gratulieren.

Was nun folgte war ein karnevalistisches Programm unseres Nachwuchses. Sämtliche Garden und Mariechen sowie das Tanzpaar trugen zur Unterhaltung bei. Im Verlaufe des Abends folgte die Ernennung eines neuen Arnoldusritters. In diesem Jahr wurde dieses Hans-Arnold Rövenich. Vorsitzender der Viktoria und Mitglied der KG.

Der nächste karnevalistische Höhepunkt des Abends war die Verleihung des BDK-Verdienstorden, in Gold mit Brillianten, an unser Ehrenmitglied Willi Staß. Sichtlich gerührt und den Tränen nahe, nahm er diesen, umrahmt von den anderen Ehrenmitgliedern, von dem Vizepräsidenten des Regionalverbandes in Empfang.

Die nächste karnevalistische Darbietung folgte umgehend. Ein komisches Tanzpaar zeigte sein Können. Nach Beendigung der Darbietung baten sie mich die Bühne. Unter frenetischen Rufen der anwesenden Gäste „Wir wollen den Thorsten sehen“ ging ich begleitet von meinem Adjudanten auf die Bühne. Hier forderte mich die „Tanzmarie“ zum Tanz auf  und wir vollzogen ein Padedeux. Nachdem mein Adjudant und ich wieder auf unseren Plätzen angelangt waren, ging es zum gemütlichen Teil über und wir verweilten noch etwa eine Stunde inmitten unseres närrischen Volkes ehe der Präsident den Alleinunterhalter Volker Guder so gegen 1.15Uhr bat uns aus dem Saal zu spielen.

Unter Applaus und Jubel hielten wir Auszug aus närrischen Arnoldusklause.
Nachdem wir aus Auszug gehalten hatten gingen wir begleitet von unseren Adjudanten in den „Blauen Salon“ wo in unserem Auftrag vom Wirt ein kleiner Imbiß angerichtet war.

Nach und Nach kehrten auch unsere privaten Gäste, sämtliche Arnoldusritter der Gesellschaft, die Vertreter der Politik und der Ortsvereine und natürlich unsere Weißjacken und Weißröcke als auch unsere große Garde, „meine Prinzengarde“ , bei uns ein.

Hier wurde noch ein wenig weiter gefeiert und es herrschte eine hervorragende Stimmung.

Doch plötzlich ging in der gesamten Kneipe und auch im Blauen Salon das Licht aus.

Wollte man uns so zeigen, es ist Zeit zu gehn oder hatte der Wirt etwa die Stromrechnung nicht bezahlt? Keines von beiden war der Fall.

Der Kellner Pino überbrachte uns im Auftrag unseres Wirtes eine Torte, welche mit angezündeten Wunderkerzen bestückt war.

Zu vorgerückter Stunde, so etwa gegen 4.30 Uhr meinte unser Präsident jetzt müsse man langsam Feierabend machen, da das Dreigestirn am Morgen um 11.11 UHr bereits seinen nächsten Termin wahrnehmen müsse.Doch mit dieser Meinung stand er relativ alleine da. Einige unserer Gäste meinten er hätte ja Recht, doch ein Bierchen müsse man noch mit dem Prinzen trinken. Doch aus diesem einen wurden doch einige. So das wir uns so 5.30 UHr auf den Heimweg machten. An viel Schlaf war nicht zu denken. Für uns hieß bereits um 7.00 Uhr wieder aufstehen und rein ins Vergnügen.

 

 
 
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